„Wer einem kleinen Schicksal entrinnen will, läuft in ein größeres Schicksal rein, nähmlich einem Schrecken bis zu seinem Lebensende!"
Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892–1982), „Wer einem kleinen Schicksal entrinnen will, läuft in ein größeres Schicksal rein, nähmlich einem Schrecken bis zu seinem Lebensende!", 1971. Farbserigrafie auf Papier. Unter der Darstellung in Blei signiert, datiert und monogrammiert „F. S. Sonnenstern 71", links nummeriert 7/150. Im Bildfeld unten rechts mitgedruckter Signaturzug „Sonnenstern", darunter das dreizeilige Schriftfeld mit dem mitgedruckten Spruchtext. Vor zweigeteiltem Grund – oben blau, unten weinrot – flieht eine nackte Figur mit doppelgesichtigem Kopf nach rechts, links greift ein gezähntes Fischmaul nach ihr, rechts steht ein Skelett mit Sense auf zwei Rädern. Flächiger, deckender Farbauftrag mit dunkelblauer Konturlinie. Das Blatt gehört zu den Auflagengrafiken der Spätzeit, in denen der Künstler ältere Bildmotive mit moralisierenden Sprüchen verband. Zustand befriedigend: Papier durchgehend gebräunt, zahlreiche kleine Stockflecken vor allem im unteren Blattbereich und am linken Rand, im Bildfeld vereinzelte helle Fehlstellen im Farbauftrag, Blatt leicht wellig. Hinter Glas gerahmt; Rahmenprofil und Rückseite sind nicht dokumentiert, Maße nicht abgenommen. Ein vergleichbares Blatt der Serie misst 31,2 x 38,7 cm (Blatt 40 x 50 cm).
- Technik
- Farbserigrafie (Siebdruck), vermutlich in mehreren Farbplatten; flächige, deckende Farbaufträge ohne Rasterpunkte auf Papier, hinter Glas, mit hellem Passepartout bzw. breitem Papierrand
- Datierung
- 1971
- Einordnung
- Art Brut / Outsider Art, phantastische Figuration der Nachkriegszeit
- Signatur
- Im Bildfeld unten rechts, mitgedruckt: „Sonnenstern., Un ter dem Bildfeld in Bleistift: „F. S. Sonnenstern 71
- Auflage
- 7/150
- Rahmen
- Verglast; Rahmenprofil auf den Aufnahmen nur andeutungsweise am oberen Rand als dunkle Leiste erkennbar, Material und Profil nicht beurteilbar
- Zustand
- befriedigend — Papier bräunlich vergilbt bzw. tonig verfärbt; zahlreiche kleine bräunliche Stockflecken vor allem im unteren Blattbereich und im linken Rand; im Bildfeld vereinzelte helle Fehlstellen/Sprenkel im Farbauftrag; Blattoberfläche unter Glas leicht wellig; Rückseite und Rahmen nicht beurteilbar
- Provenienz
- Rückseite und Rahmen sind nicht dokumentiert; Etiketten, Galerie- oder Editionsstempel sowie eine Verlegerangabe konnten daher nicht erhoben werden. Am Blatt selbst finden sich neben Signatur und Datierung die Auflagenbezeichnung 7/150 links unter der Darstellung. Ein wiederkehrender Händler oder Rahmenmacher ist im übrigen Bestand nicht festgestellt.
- Inventar
- Nr. 0010