Schneiderwerkstatt
Schneiderwerkstatt. Farbdruck (Rasterdruck) nach einer Vorlage in Pastell oder Farbkreide auf Papier, 2. Hälfte 20. Jahrhundert. Dargestellt ist eine zur Gasse geöffnete Werkstatt: Auf dem hölzernen Werktisch sitzt im Schneidersitz ein Handwerker in heller Jacke mit weißem Kragen, in der erhobenen Rechten Nadel und Faden, über den Knien ein roter Stoff. Über einer Stange hängen fertige Kleidungsstücke. Rechts schreitet ein Herr in blaugrauem Wams, Kniehose und Schnallenschuhen mit Mühlsteinkragen und breitkrempigem Hut über das Kopfsteinpflaster; unten links ein schnüffelnder Hund, im Hintergrund Giebelhäuser. Die Farbigkeit ist violett-rosé getönt mit einzelnen kräftigen Akzenten. Im Bildfeld unten rechts ein mitgedrucktes Monogramm in quadratischer Rahmung. Am Blattrand in Blei bezeichnet: links „10/150", mittig „Schneiderwerkstatt", rechts ein unleserlicher Namenszug. Der Künstler ist nicht bestimmt. Zustand befriedigend: Passepartout und Blattrand mit zahlreichen kleinen braunen Punktflecken, das Bildfeld ohne erkennbare Fehlstellen. Schmale braun gebeizte Holzleiste mit goldfarbener Kehlleiste, verglast, mit hellem Passepartout; Rahmenkanten leicht berieben. Rückseite nicht dokumentiert.
- Technik
- Farbdruck (Offset-/Rasterdruck) nach einer Vorlage in Farbkreide oder Pastell; in der Vergrößerung deutliches Punktraster erkennbar auf Papier
- Datierung
- 2. Hälfte 20. Jh.
- Einordnung
- Nachkriegszeit / 2. Hälfte 20. Jahrhundert (Motiv im Kostüm des 17. Jahrhunderts)
- Signatur
- Im Bildfeld unten rechts, mitgedruckt: quadratisch gerahmtes Monogramm, Buchstaben nicht sicher aufzulösen [?]. Auf dem Passepartout-/Blattrand unterhalb des Bildfeldes rechts in Bleistift: „J[?]. L[?]h[?]" — schwungvoller, stark verschliffener Namenszug mit auslaufendem Endstrich, nicht sicher aufzulösen. Unten links in Bleistift: „10/150". Mittig in Bleistift: „Schneiderwerkstatt"., Mitgedrucktes Monogramm im Bildfeld unten rechts; Bleistiftnamenszug auf dem Blattrand unten rechts
- Auflage
- 10/150
- Rahmen
- Schmale Holzleiste, braun gebeizt, mit innen anschließender schmaler goldfarbener Kehlleiste; verglast, helles Passepartout mit rechteckigem Ausschnitt. Rahmen mit vereinzelten Kratzern und Reibspuren, Goldkante stellenweise berieben.
- Zustand
- befriedigend — Passepartout und Blattrand mit zahlreichen kleinen braunen Punktflecken (Stockflecken), besonders im unteren Bereich und um die Bleistiftaufschriften. Bildfeld ohne erkennbare Fehlstellen, Farbigkeit gleichmäßig, möglicher Lichteinfluss nicht beurteilbar. Rahmenkanten leicht berieben. Rückseite und Blatt außerhalb des Passepartouts nicht beurteilbar.
- Provenienz
- Auf den vorliegenden Aufnahmen keine Etiketten, Stempel oder Händlervermerke sichtbar; die Rückseite ist nicht abgebildet. Hinweise beschränken sich auf die Bleistiftbezeichnungen am Blattrand: „10/150" unten links, „Schneiderwerkstatt" mittig, unleserlicher Namenszug unten rechts. Der Wechselrahmen mit Goldkehlleiste und das helle Passepartout entsprechen dem Ausstattungsstandard der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Blatt fügt sich in einen Bestand ein, der überwiegend aus Reproduktionen nach bekannten Malern (Chelminski, Desvarreux, Monet-Kopie) und einem gedruckten Ehrendokument besteht — ein bürgerlicher Wanddekorbestand. Ein wiederkehrender Rahmenmacher oder Händler ist mangels Rückseitenaufnahme nicht feststellbar. Aussagekräftig wären Rückwandetiketten, Blattkanten mit etwaigem Trockenstempel oder Wasserzeichen sowie eine Makroaufnahme des Monogramms.
- Inventar
- Nr. 0009