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Galerie /Der Mondfriedenshabicht („Picasso malt die Friedenstaube …")
Friedrich Schröder-Sonnenstern, Der Mondfriedenshabicht („Picasso malt die Friedenstaube …")
Friedrich Schröder-Sonnenstern

Der Mondfriedenshabicht („Picasso malt die Friedenstaube …")

Friedrich Schröder-Sonnenstern (1892–1982), „Der Mondfriedenshabicht", 1972. Farbserigrafie auf Velin, Exemplar 24/150. Unterhalb der Darstellung in Blei signiert und datiert „Sonnenstern 1972", daneben eine geschlungene Monogramm-Paraphe. Text, Titel und Namenszug „F.S. SONNENSTERN." sind im Textfeld mitgedruckt. Das Blatt zeigt vor grünem Himmel eine geflügelte weibliche Figur mit zwei aneinandergefügten Gesichtern und blauem Umhang, vor die sich ein weinroter Fabelvogel mit aufgerissenem Schnabel und langen Krallenfüßen schiebt. Der vierzeilige Spruch im Textfeld nimmt Picassos Friedenstaube aufs Korn. Deckender, flächiger Farbauftrag in Grasgrün, Türkis, Weinrot und Hautrosa mit schwarzen Konturen; Rasterpunkte und Plattenkante nicht feststellbar, was die Ansprache als Siebdruck stützt. Zustand gut: Papier im Passepartoutausschnitt leicht gewellt, vereinzelte kleine Fleckchen im Rand, Bildfeld farbfrisch. Gerahmt in flacher Holzleiste mit goldfarbener Auflage, schwarzes Passepartout, hinter Glas; Rahmen berieben, craqueliert, mit Fehlstellen an den unteren Ecken. Rückseite nicht einsehbar, Blattmaße nicht abgenommen. Das Motiv ist als Auflagengrafik derselben Edition von 150 mehrfach im Handel nachgewiesen.

Technik
Farblithografie, vermutlich Offset-/Steinlithografie auf Velinpapier auf Papier
Datierung
1972
Einordnung
Art Brut / Outsider Art, Nachkriegsmoderne
Signatur
Im Textfeld mitgedruckt: „F.S. SONNENSTERN." — unterhalb des Bildfeldes rechts handschriftlich in Bleistift: „Sonnenstern 1972" [gelesen als „S[?]nnenstern 1972", Namenszug stark verschliffen] mit langem ausschwingendem Unterstrich, rechts daneben große, mehrfach geschlungene Bleistift-Paraphe. Im Textfeld rechts mitgedruckte, geschlungene Monogramm-Paraphe., Mitgedruckter Name im Textfeld unten mittig-rechts; handschriftliche Signatur und Paraphe in Bleistift unterhalb des Bildfeldes rechts
Auflage
24/150
Rahmen
Flache Holzleiste mit goldfarbener, stark berieben und craqueliert wirkender Metall-/Blattauflage, innen schmale glänzende Goldleiste; schwarzes Passepartout. Rahmenoberfläche mit Kratzern, Abplatzungen und Fehlstellen an den unteren Ecken; Blatt hinter Glas.
Zustand
gut — Papier leicht gewellt/gebeult im Passepartoutausschnitt, vereinzelte kleine Fleckchen und Staubeinschlüsse im Rand, Papierton cremig. Bildfeld farbfrisch. Rahmen berieben mit Fehlstellen und Kratzern, Vergoldung craqueliert. Rückseite nicht einsehbar.
Provenienz
Auf den Aufnahmen keine Etiketten oder Stempel sichtbar; die Rückseite war nicht einsehbar. Einziger Herkunftshinweis ist die Bleistiftnummerierung 24/150 unten links. Der Bestand enthält sechs weitere Blätter mit hoher Zuschreibung an denselben Künstler, was auf einen geschlossen erworbenen Einlieferer-Bestand deutet; im Handel werden solche Blätter regelmäßig als Fünfer-Konvolute geführt (Sinn, Van Ham).
Inventar
Nr. 0021
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Quellen (12)
GND-Eintrag Friedrich Schröder-Sonnenstern GND 118761900
Lebensdaten 11.09.1892 – 10.05.1982, Berufsangabe Künstler/Maler, Namensvarianten „F. S. Sonnenstern", „Schroeder-Sonnenstern" und bürgerlicher Name Emil Friedrich Schröder; Eindeutigkeit der Namensauflösung
Wikidata-Eintrag Friedrich Schröder Sonnenstern Q896393
Identität und Lebensdaten, Verknüpfung zu Getty ULAN 500340852
Winterberg Kunst, München – „Picasso malt die Friedenstaube", Farbserigrafie 1972, Expl. 117/150 Auktion 24.09.2022
Identisches Motiv, Technik Farbserigrafie, Jahr 1972, Auflage 150, Maße 32,2 × 39 cm auf Velin; Schätzpreis 180 €, Ergebnis 140 € — Hauptgrundlage der Preisspanne
Auktionshaus Sinn, Preisarchiv – 5-tlg. Konvolut mit „Der Mondfriedenshabicht", 111/150 Preisarchiv the-saleroom
Titel „Der Mondfriedenshabicht", Nummerierung innerhalb der Auflage von 150, Blattmaß 43 × 60,5 cm
Dannenberg, Berlin – „Picasso paints the dove of peace", Farbserigrafie 1972, 41/150 Sammelnachweis 03.06.2025
Weiteres Exemplar derselben Edition, Technik Serigrafie, Datierung 1972
Kunst- und Auktionshaus Kastern, Hannover – „Das mondmoralische Eheleben", 1972, 6/150 Losnachweis über invaluable
Signaturtypus des Schwesterblatts derselben Serie: „Signed, dated and monogrammed lower right: Sonnenstern 1972 FSS"; Verweis auf Vollmer Bd. 4, S. 221
Lotsearch-Archiv Friedrich Schröder-Sonnenstern Künstlerarchiv
Katalogformel „im Stein signiert und betitelt, unten handsigniert und datiert, daneben Künstlersig." — mitgedruckter Name plus eigenhändige Signatur; Aufrufpreis 80 € eines weiteren Exemplars
Van Ham, Köln – Konvolut von fünf Farblithografien, Los 99 ONLINE ONLY „The Return to Figuration", 28.02.2020, Los 99
Marktniveau vergleichbarer Auflagengrafik: Taxe 400 €, Ergebnis 490 € inkl. Aufgeld, rechnerisch ca. 98 € je Blatt
Bassenge, Berlin – Künstlerindex Schröder-Sonnenstern Archiveintrag
Ergebnis 250 € inkl. Aufgeld für drei Farblithografien, darunter ein Blatt von 1972
Ketterer Kunst, München – Ergebnisarchiv Schröder-Sonnenstern Künstlernr. 6053; Auktion 561 Los 367, Auktion 596 Los 25, Auktion 476 Los 225, Auktion 495 Los 1063
Marktniveau der Unikate zur Abgrenzung: 17.780 €, 9.240 €, 6.250 €, je 3.750 €
Ketterer Kunst – Hundertwasser „Hommage à Schröder-Sonnenstern", 1972 obnr=400123594
Mitsignatur Sonnensterns 1972, zeitliche Einordnung der Spätphase
Kunstforum International – Artikel zu Friedrich Schröder-Sonnenstern
Einordnung als Vertreter der Art Brut, Fürsprache André Bretons, Beginn des zeichnerischen Werks 1949

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