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Stillleben mit Obstkorb, Krügen und weißem Tuch auf Tisch
Unbekannter Künstler

Stillleben mit Obstkorb, Krügen und weißem Tuch auf Tisch

Stillleben mit Obstkorb, Krügen und weißem Tuch. Öl auf Leinwand, unten rechts undeutlich signiert; die Signatur ist stark verschliffen und wird von der Rahmenfalz angeschnitten, sie konnte bislang keinem Künstler zugeordnet werden. Die Malerei zeigt einen pastosen, deutlich sichtbaren Farbauftrag; Indizien für Druckgrafik (Rasterpunkte, Plattenkante, Auflagennummer) fehlen. Dargestellt ist ein dicht komponiertes Interieur-Stillleben: auf einem in großen Falten drapierten weißen Tuch ein bauchiger Krug mit Bügelhenkel, eine gedeckelte Dose und ein Kännchen mit Blütendekor, dazu Äpfel und Birnen; im Mittelgrund ein Weidenkorb mit Früchten, Stuhllehnen und ein Bücherregal. Die Palette ist erdig gehalten – Ocker, Braun, Rostrot und Schwarz gegen die Weißtöne der Tücher. Die Formauffassung ist flächig vereinfacht und post-impressionistisch beeinflusst; eine Entstehung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erscheint plausibel, ist jedoch nicht gesichert. Über die gesamte Bildfläche feines Craquelé, Firnis matt; ohne Rückseitenansicht und Streiflicht ist der Zustand nicht abschließend beurteilbar. Breiter Holzrahmen mit kupfrig-goldener Fassung und textilbespannter Innenleiste. Beiliegend eine Garantiekarte des Rahmenherstellers B & A Group, Florenz – sie bezieht sich ausschließlich auf den Rahmen, nicht auf das Gemälde. Maße noch zu ergänzen.

Technik
Öl auf Leinwand (pastoser, deutlich sichtbarer Pinsel- bzw. Spachtelauftrag, feines Craquelé; keine Rasterpunkte erkennbar) auf Leinwand
Datierung
Mitte bis 2. Hälfte 20. Jh. (nicht gesichert)
Einordnung
Gegenständliche Malerei des 20. Jahrhunderts, post-impressionistisch/cézannesk beeinflusst
Signatur
[?]uill[?]P[?] — vermutlich in schwarzer Farbe ausgeführter, stark verschliffener Namenszug, nicht sicher aufzulösen, Unten rechts im Bildfeld, auf grünlichem Hintergrund, teilweise durch die Rahmenfalz beschnitten
Rahmen
Breiter Holzrahmen mit Kehl- und Wulstprofil, kupfrig-goldene Fassung (teils bronzefarben glänzend), innen schmale Goldleiste und heller, textilbespannter Zwischenrahmen/Passepartout-Leiste in Cremeweiß; Rahmenoberfläche mit leichten Abriebstellen, Textilbespannung mit kleinen Flecken
Zustand
nicht beurteilbar — Über die gesamte Bildfläche feines bis mittelfeines Craquelé, im Detailausschnitt gut sichtbar; vereinzelt helle Punkte/Staubauflagerungen auf der Malschicht; Firnis matt bis leicht ungleichmäßig. Der Textilrand des Innenrahmens zeigt kleine Verschmutzungen. Ohne Rückseitenansicht und ohne Streiflicht ist der Zustand (Retuschen, Kittungen, Leinwandspannung) nicht abschließend beurteilbar.
Provenienz
Einziger lesbarer Text ist eine am oberen linken Rahmen mit Banderole befestigte Garantiekarte: 'Lavorazione Artigianale' / 'B & A GROUP - Florence - Since 1955' / 'Certificato di Garanzia' sowie mehrsprachig 'Garanzia di Autenticità / Authenticity Warranty / Garantie d'authenticité / Authentizitätsgarantie', mit Abbildung eines vergoldeten Renaissance-Rahmens und arbeitender Hand. Dies ist erkennbar eine Herstellergarantie für die handwerkliche Fertigung des Rahmens, nicht für das Gemälde: Es fehlen sämtliche werkbezogenen Angaben (Autor, Titel, Entstehungsjahr, Maße, Technik, Provenienz, Stempel). Die Karte darf im Katalog ausschließlich als 'beiliegend: Garantiekarte des Rahmenherstellers' erwähnt werden, sonst droht ein Irreführungsvorwurf. Als Datierungsindiz gibt sie einen Terminus post quem für den Rahmen (frühestens Mitte 1950er, dem Zustand nach eher deutlich später); das Bild kann älter oder jünger sein. Weitere Provenienzhinweise fehlen, da keine Rückseitenaufnahme vorliegt.
Inventar
Nr. 0001
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